Unser Wappen

Beim Familientag 1953 wurde die Frage nach einem Familienwappen laut, um damit sichtbar unsere Zusammengehörigkeit zum Ausdruck zu bringen. Wenn es dann noch viele Jahre dauerte, bis man sich ernsthaft um ein Wappen bemühte, so lag es daran, dass man alle Möglichkeiten der Forschung ausschöpfen wollte, ob nicht doch ein Dehning ein Wappen, eine Hausmarke oder ein sonstiges Zeichen verwendet hatte, das man eventuell für ein Wappen mit verwenden konnte. Doch es fand sich nichts. Der Bauernstand in der Heide kannte keine eigenen Wappen oder besondere Familienzeichen. So begannen Dr. Gustav Dehning, der Gründer unseres Familienverbandes, und sein Freund und Nachfolger als Vorsitzender des Familienverbandes, Heinrich Dehning, damit, darüber nachzudenken, wie ein eigenes Wappen aussehen sollte. Vorgegeben bei jedem Wappen sind Schild, Helm und Helmzier. Wie sollten diese Vorgaben ausgestaltet werden? Sie waren sich schnell einig, dass es ein sprechendes, d.h. ein sinnbildliches Wappen sein sollte, das auf den Stand unserer Vorfahren, den Bauernstand, hinwies.

1965 beschlossen sie, daß unser Wappen im Schild die Egge tragen sollte und als Beiwerk und Helmzier die Eichel.

Dann nahmen die Stifter Verbindung auf zum Herold, Deutsche Wappenrolle (Herold, Verein für Heraldik, Genealogie und verwandte Wissenschaften, Archivstr. 12, 14195 Berlin), denn durch die Aufnahme in die Deutsche Wappenrolle genießt ein Wappen Rechtsschutz, d.h. es darf nicht von anderen verwendet werden.

Sehr bald stellte sich heraus, dass nach heraldischen Grundsätzen und den Bestimmungen des Herolds ein gemeinsames Wappen für alle Dehnings (Denings) auf Grund folgenden Sachverhaltes nicht möglich war:

Fast alle heutigen Namensträger stammen nachweislich aus der Lüneburger Heide, genauer gesagt von den beiden großen Stammhöfen Dehnernbockel (zwischen Soltau und Wietzendorf) und Westerendshof in Beckedorf (bei Hermannsburg). Eine Verbindung dieser beiden Stämme ist nicht nachzuweisen. Man kann wohl als sicher annehmen, daß alle Dehnings (Denings) auf einen Ursprung zurückgehen. Doch das erste Auftreten unseres Namens auf diesen Höfen liegt so weit zurück, daß wegen nicht vorhandener Urkunden eine Zusammengehörigkeit, eine gemeinsame Wurzel, nicht mehr nachgewiesen werden kann. Ein Wappen darf aber nur zu einem Stamm gehören.

So musste ein unterschiedliches Merkmal für die beiden Stämme gefunden werden. Die Eichel, die man für das sprechende Wappen vorgesehen hatte, wurde nun dem Beckedorfer Stamm (I) zugeteilt und für den Dehnernbockeler Stamm (II) ein Buchenblatt gewählt. (Es weist auf den Namen Bockel hin: Bockeloh = Buchenwald).

Die Korrespondenz mit dem Herold-Ausschuss der Deutschen Wappenrolle wie auch mit dem Zeichner des Wappens, dem Worpsweder Glasmaler und Grafiker Werner Rohde, führte Dr. Gustav Dehning (gest. 1970) allein. Es war seine letzte große Arbeit für den Familienverband.

Nachdem alle Formalitäten erledigt waren, wurden unsere beiden Wappen, die nun unser Familienblatt zieren, am 22.6.1966 unter der Nummern 6064/66 (Wappen Dehning I) und 6048/65 (Wappen Dehning II) in die Deutsche Wappenrolle eingetragen und danach veröffentlicht.

Neuere Forschungen von Peter Jahnke, Bomlitz, haben ergeben, dass es noch einen dritten Dehnings-Stamm gibt, den Bergener Stamm, gegründet von Peter Denecke, geb. 1593. Er ist der Stammvater von Peters Ehefrau, Waltraud Jahnke, geb. Dehning. Wegen nicht vorhandener Urkunden kann man auch bei diesem Stamm keine Verbindung zu den beiden anderen Stämmen feststellen.

Inzwischen haben Gerd Dehning, Königslutter, und Peter Jahnke, Bomlitz, ein neues, drittes Wappen für den Bergener Stamm (III) geschaffen. Das unterscheidende Merkmal ist ein Eichenblatt an Stelle der Eichel, bzw. des Buchenblattes bei den beiden anderen Wappen. das Wappen wurde am 3.5.2002 unter der Nummer 10630/02 in die Deutsche Wappenrolle eingetragen.

Viele Dehnings haben nun ein farbiges Wappen. Wer noch keines hat, sollte sich überlegen, ob er nicht auch dieses hübsche Familienzeichen erwerben will. Gerahmt ist es auch ein schöner Wandschmuck. Eine einfache Nachricht - möglichst mit Angabe der Linie oder mit den Daten des Vaters und Großvaters - an Hans J. Dehning, Bremen, genügt. Wir werden dann herauszufinden, wo er auf der Stammtafel zu finden ist, und ihm dann Wappen und Wappenbrief gegen eine kleine Gebühr zuschicken.